EAI - Services (Enterprise - Application - Integration)
 
 
Wann sich eine EAI-Lösung für Ihr Unternehmen rechnet
    
Die wohl wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Implemen-tierung in einem CRM - Projekt ist die CRM-Analyse. Es kann auch der Bereich des EAI Enterprise Application Integration von großer Wichtigkeit, für eine optimale Lösung der Kundenzufriedenheit sein. Viele Heterogene Systemlandschaften mit redundanten Datenmengen stellen heute eine erhebliche Herausforderung für den Anwender dar.
    
Wir können Ihnen helfen diese Datenflut durch konsequente Konzentration auf einen Kundenbezogenen Datenfluss zu lenken.
         
Die Entscheidung für oder gegen die Anschaffung eines EAI-Tools oder eines EAI-Projektes fällt letztlich anhand einer Wirtschaftlichkeitsrechnung.  Erleichtert wird diese Vorarbeit durch Erfahrungswerte darüber, wie viele Schnittstellen implementiert werden müssten und zu welchen Kosten, damit sich der Einsatz eines EAI-Produkts lohnt.
    
Es gibt heute wohl kaum einen IT-Leiter (CIO), der sich nicht vor die Frage gestellt sieht, ob er eine EAI-Lösung einführen soll oder nicht. Angesichts des wachsenden Kostendrucks und der steigenden Anforderungen an eine flexible und wettbewerbsfähige IT-Landschaft gilt es, eine bedeutsame und richtungsweisende Entscheidung für die Zukunft zu treffen.
      
Nach welchen Kriterien lässt sich diese Frage entscheiden? Für EAI werden zwar viele technische und organisatorische Vorteile ins Feld geführt.  Den Ausschlag für eine fundierte und vor allem auch von anderen Verantwortlichen außerhalb des IT-Bereiches nachvollziehbare Entscheidung gibt letzten Endes nur die wirtschaftliche Perspektive.
Voraussetzung für die Einführung eines EAI-Tools muss ein aussagekräftiger Geschäftsvorfall (Business Case) sein, in dem ein hinreichender Return-on-Investment nachgewiesen wird.
    
Im Folgenden wird erläutert, wie sich die Wirtschaftlichkeit einer EAI-Lösung als Voraussetzung für einen Business Case ermitteln lässt. Dabei beschränkt sich die Betrachtung auf Integrations-Server, wie sie beispielsweise von Seebeyond (E-Business Integration Suite), Tibco (Active Enterprise Suite) oder Vitria (Businessware) angeboten werden. Diese Produkte stellen aufgrund ihrer hohen Lizenzgebühren eine erhebliche Investition dar.
    
In einen Business Case dürfen nur belastbare Annahmen einfließen, also Werte, die sich mit einer hinreichenden Sicherheit ermitteln und prognostizieren lassen. Diese Vorbedingung erfüllen IT-Kosten, das heißt Aufwände für Implementierung, Betriebsführung und Wartung von Anwendungen und Schnittstellen. Indirekte Kosteneinsparungen durch Prozessoptimierung und -automatisierung, die sich durch die Einführung einer EAI-Lösung ebenfalls ergeben können, werden zwar immer wieder als Argument für EAI angebracht. Die Prozesskosten zu prognostizieren und beziffern gleicht jedoch in der Regel so sehr einem Blick in die Glaskugel, dass sie für die Argumentation pro oder contra einer EAI-Lösung höchstens ergänzend herangezogen werden können.
    
Business Case als Grundlage
    
Voraussetzung für die Erstellung einer aussagekräftigen Wirtschaftlichkeitsrechnung ist ein unternehmensweiter IT-Bebauungsplan, mit dessen Hilfe unter anderem die Anwendungs- und Schnittstellen-Landschaft optimiert wird. Der genaue Überblick über die geplante Entwicklung der Schnittstellen bildet die Grundlage, um den Business Case EAI zu erstellen. In diesem werden die Einsparpotenziale, die sich durch den Einsatz eines EAI-Tools im Vergleich zu herkömmlichen Techniken ergeben, dem Mehraufwand gegenübergestellt, die das EAI-Tool verursacht.
    
Treiber der Einsparungspotenziale ist die Anzahl der Schnittstellen. Im Vergleich zur Implementierung von herkömmlichen Punkt-zu-Punkt-Schnittstellen sind die mit einem EAI-Tool eingeführten Schnittstellen deutlich günstiger. Dies ergibt sich aus dem geringeren Aufwand für Implementierung, Wartung und Betriebsführung.
    
Geplante und bestehende Schnittstellen müssen dabei differenziert betrachtet werden. Im Allgemeinen lohnt sich die Implementierung von geplanten Schnittstellen anhand eines EAI-Tools. Ist eine Schnittstelle bereits implementiert und in Betrieb, müssen die über das EAI-Tool möglichen Einsparungen mit dem
bereits geleisteten Implementierungsaufwand plus der Arbeit inklusive Risiko einer Neuimplementierung verglichen werden.
    
Nur neue Schnittstellen zählen
    
Eine Neuimplementierung lohnt sich deshalb in der Regel nur, wenn Schnittstellen hinsichtlich Betrieb und Wartung sehr teuer sind beziehungsweise wenn das Risiko gering ist. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Neuimplementierung bereits bestehender Schnittstellen einen Zusatznutzen darstellt, dieser aber aufgrund des Risikos nicht als Hauptnutzen einer EAI-Einführung herangezogen werden sollte. Die Wirtschaftlichkeit eines EAI-Tools sollte daher nicht auf der Grundlage existierender, sondern nur auf Basis zukünftig geplanter Schnittstellen beurteilt werden. Zur Aufwandsabschätzung muss außerdem eine Ramp-up-Phase berücksichtigt werden, denn auch mit Hilfe eines EAI-Tools erfordert die Implementierung einer Schnittstelle Zeit und Ressourcen.
    
Die Kosten einer Schnittstelle werden maßgeblich von zwei Faktoren bestimmt: Art der Schnittstelle und Häufigkeit der Datenübertragung. Für die Analyse hat es sich bewährt, drei Arten von Schnittstellen zu unterscheiden:

  • die Online-Schnittstelle (auf der so genannten Anwendungsebene des Integrationsmodells einschließlich Datentransformation),
  • die Offline-Schnittstelle (Datenaustausch einschließlich Datentransformation im Batch-Verfahren) und
  • die reine Daten-Schnittstelle ohne Datentransformation.
  • Die daraus abgeleitete Komplexität hat unmittelbaren Einfluss auf die für Implementierung, Betrieb und Wartung anfallenden Kosten.

Die Häufigkeit der Datenübertragung beeinflusst den Aufwand der Betriebsführung einer Schnittstelle. Hier können stündliche, tägliche, wöchentliche oder noch seltenere Datenübertragungen unterschieden werden. Vereinfachend wird eine Halbierung der Administrationsaufwände zwischen den einzelnen Häufigkeitsstufen angenommen.


Weiterführende Informationen: